Nachklapp zum Handicap Pay Gap

Gestern schrieb ich über die häufig verschwiegene Gehaltsschere in der Altenpflege im Bezug zur Krankenpflege. Nun gibt es seit diesem Jahr die generalisierte Ausbildung von Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zum Pflegefachmann bzw. der Pflegefachfrau und von seiten der Politik und den Gewerkschaften das Bemühen, endlich diesen Pay Gap gerade in der Altenpflege zu schließen.

Über die Einführung von Mindestlöhnen bei den Pflegehelfern in diesem Jahr und im nächsten kannst Du in diesem Beitrag lesen. Heute will ich konkret auf die Anhebung der Mindestlöhne für die examinierten Pflegefachkräfte der Altenpflege eingehen. Gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) hat die Gewerkschaft ver.di im September 2020 ein vorläufiges Tarifergebnis ausgehandelt, das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auf die gesamte Pflegebranche ausgeweitet werden soll. Am 01. Juli 2021 soll dieser Tarifvertrag in Kraft treten.

Demnach sollen examinierte Altenpflegekräfte (mit der dreijährigen Ausbildung) ab Januar 2023 wenigstens 18,50 Euro pro Stunde erhalten – für eine 39 Stunden-Woche würde dies einen Bruttoverdienst von 3.137 Euro im Monat ergeben.

Pflegekräfte mit einer einjährigen oder einer zweijährigen Ausbildung sollen ab diesem Zeitpunkt mindestens 15 Euro pro Stunde verdienen, angelernte Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung erhalten ab Januar 2023 mindestens 14,15 Euro. Außerdem einigte man sich auf ein Urlaubsgeld von 500 Euro für Vollzeitkräfte und einen Jahresurlaub von mindestens 28 Tagen pro Jahr.

Der Tarifvertrag Altenpflege 2021 soll mittels des Arbeitnehmerentsendegesetzes (Paragraf 7a) auf die gesamte Pflegebranche ausgeweitet werden und betrifft nicht nur die BVAP-Mitgliedsunternehmen.

Veröffentlicht von maxkretzschmar2013

Proud to care ist meine Einstellung. Ich habe gemeinsam mit meiner Frau meine Mama häuslich gepflegt und befinde mich in der dreijährigen examinierten Fachausbildung zur Pflegefachkraft. Um ein guter Fachmann zu werden, bilde ich mich auch in meiner Freizeit autodidaktisch fort, so wie ich das methodisch in meinem Universitätsstudium erlernte. Ich bin Magister artium der Kommunikationswissenschaft, Philosophie und Neuere/ Neueste Geschichte. Zuvor arbeitete ich einige Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit und erlernte den Beruf des Feinoptikers im VEB Kombinat Carl Zeiss Jena.

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